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Spielabbruch im Stadtduell

Bis zwei Minuten vor der Halbzeitpause war es am Freitagabend eigentlich ein ganz normales Stadtduell der Ostfrieslandklasse B zwischen Borussia und der SG Kickers Leer II/Germania Leer III. Leistungsgerecht stand es zu diesem Zeitpunkt 1:1. Die Partie verlief auch keineswegs übermäßig hitzig.

Für Kickers II hatte Kingslay Mbabie (24.) mit einem sehenswerten Fernschuss die Führung erzielt. Melvin Pruin konnte in der 38. Minute für Borussia ausgleichen. Das alles wurde kurz vor der Pause zur Nebensache.

Am Borussia-Strafraum gerieten ein Kickers-Spieler und ein Borussia-Spieler aneinander.

Da es viele subjektive Sichtweisen dazu gibt, beschränken wir uns auf die Fakten:

- Die Auseinandersetzung lief aus dem Ruder, als der am Boden liegende Borussia-Spieler mindestens zweimal vom Kickers-Spieler getreten wurde (der Ball war zu diesem Zeitpunkt schon längst in der gegnerischen Hälfte und nicht in der Nähe)

- Als Reaktion darauf stand der Borussia-Spieler vom Boden auf, lief zu dem Kickers-Spieler und schlug ihm mit flacher Hand ins Gesicht

- Daraus resultierte eine sichtbare blutige Lippe bei dem Kickers-Spieler

- Der gut leitende Schiedsrichter Emanuel Schmitz konnte die Situation nicht sehen, da er das Spielgeschehen am anderen Strafraum verfolgte, wo sich der Ball befand

- Schiedsrichter-Assistenten waren (wie üblich in der Ostfrieslandklasse B) nicht angesetzt

- Da der Schiedsrichter weder die Tritte noch den Schlag gesehen hatte, gab es entsprechend weder für den Kickers-Spieler noch für den Borussia-Spieler die Rote Karte.

- Währenddessen hatten sich an der Seitenlinie Kickers-Verantwortliche mit Borussia-Trainer Mathias Jahn darauf geeinigt, die Partie nach der Halbzeitpause mit Zehn gegen Zehn fortzusetzen - und somit ohne die beiden Spieler, die an der Auseinandersetzung beteiligt waren.

- Da einige Spieler der Gäste aber nach dem Vorfall nicht weiterspielen wollten, blieb Schiedsrichter Emanuel Schmitz nichts anderes übrig, als die Partie abzubrechen

- Im Rahmen der Hektik nach der Situation mit den beiden Spielern kam es von Seiten einzelner Kickers-Spieler zu lautstarken (u.a. sexistischen) Beleidigungen

 

Soweit die Infos zu dem Vorfall und rund um Abbruch.

 

Wie geht der SV Borussia Leer mit diesem Vorfall um?

Wie von uns bekannt, haben wir uns bewusst entschieden, unsere Vorgehensweise und den aktuellen Sachstand transparent sowie deutlich darzustellen:

Auch wenn das Verhalten und die Tritte des gegnerischen Spielers verurteilenswert sind, rechtfertigen sie in keiner Weise die darauffolgende Vorgehensweise des Borussia-Spielers.

Auf die Tätlichkeit mit Aggression in dieser Form zu reagieren ist völlig inakzeptabel und entspricht in keiner Weise dem Wertekonsens des SV Borussia Leer. Wir verurteilen dieses Verhalten aufs Schärfste.

Der Vorfall wird in den kommenden Tagen detailliert im Gespräch mit Verantwortlichen, der Mannschaft und dem verursachenden Spieler aufgearbeitet. Der Borussia-Spieler wird bis auf Weiteres vereinsintern gesperrt.

Auch auf diesem Weg entschuldigen wir uns für das Verhalten des Borussia-Spielers.

Festzuhalten bleibt, dass durchweg fast alle anderen Spieler beider Mannschaften den Umständen entsprechend besonnen auf die Situation reagierten und so dafür sorgten, dass keine weitere Hektik entstand. Bereits während des laufenden Spiels hatte es bis zur Auseinandersetzung der beiden einzelnen Spieler keine nennenswerten problematischen Situationen auf dem Platz gegeben.

Kontakt

SV Borussia Leer 

Bahndamm 33

26789 Leer

Mail: borussialeer@gmail.com

Telefon/WhatsApp: +49 (0)160 5090377

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